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Gemeindeversammlung, Wahlen, Abstimmungen
Erfolgreiche CVP Männedorf siegt an der Gemeindeversammlung
Eine geschenkte Perle am See verkauft man nicht! Dieser Meinung teilte die Gemeindversammlung am Montagabend mit der CVP und unterstützte deren Rückweisungsantrag «mit sehr grossem Mehr». Nun muss der Gemeinderat noch einmal über die Bücher. Die CVP lässt ihm dabei einen breiten Spielraum: Zweckbindung für die Bibliothek, Landabtausch zur Arondierung von Seeanstoss oder Land für die Schule… Aus den Voten im Saal wurde rasch klar: Zweckbindung ist nicht nur ein Anliegen der CVP. Im Vorentscheid entschieden sich die Stimmbürger ebenso klar mit 144 Stimmen für diesen Antrag mit viel Spielraum, während eine Zweckbindung nur für Schulzwecke knapp halb soviel Stimmen auf sich vereinen konnte.
Ein Anderer Antrag der CVP für ein neues Schulhaus ohne Tiefgarage und einem um 200 000 Franken reduzierten Projektierungskredit kam nicht mehr zur Abstimmung, da das Geschäft auf Antrag von RPK und FDP leider zurückgewiesen wurde. Nun werden unnötige Provisorien Steuerzahler und Schulqualität unnötig belasten. (ru) |
Keine Notwendigkeit zum Verkauf von Geschenken
Für den Verkauf der geschenkten Liegenschaft mit Seeanstoss, Seestrasse 152, sieht die CVP keine Notwendigkeit. Nur aus dem Grunde, dass die Gemeinde keine eigene Nutzung sieht, muss ein Grundstück nicht abgestossen werden. Das Legat war nicht dazu bestimmt, den Gutverdienenden Steuern zu sparen. Für die Meisten dürfte der Verkauf kaum etwas bringen. Die CVP wünscht, dass man als Gegenleistung etwas für die Gemeinde erreicht. Sei es, dass as Land im Abtausch zur Arrondierung des Seeanstosses verwendet wird, sei es, dass ein Erlös für etwas, im Sinne der RPK lediglich „Wünschbares“ wie etwa die Bibliothek verwendet würde. Womit den Donatoren, die einst eine Buchdruckerei betrieben, ein Andenken gesetzt wäre. Sollte dieser letzte Vorschlag keine Mehrheit finden, befürwortet die CVP die Rückweisung des Geschäftes. (CR)
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Weitere Fehlplanungen vermeiden — CVP kürzt den Planern das Budget und will sorgfältigere Arbeit
Ein unverzeihlicher Fehler eines Beraters führt dazu, dass ein inhaltlich und fachlich gut begründetes Konzept der Schule in den finanziellen Reisswolf zu geraten droht. Statt der knapp 20 Mio. soll es nun bis zu 35 Mio. kosten. Vorerst geht es zwar nur um die Aufstockung des Projektierungskredits.
Dass der Platz für Schulbauten knapp werden müsse, war schon in der Ortsplanungsrevisison der 1980er-Jahre klar. Die Bauzone bot schon damals Platz für die heutige Einwohnerzahl. Die Schule verfügte jedoch nicht über das erforderliche Land. Die politische Gemeinde verfügte über Landreserven, allerdings am falschen Ort. Ungeschickte Verfahrensführung und nicht erkannte Landabtauschmöglichkeiten verhinderten die notwenige Arrondierung der Schulareale.
Das Schulkonzept mit zentralen Standorten: Unterstufe und Sekundarstufe auf Blatten, Hasenacher für die Mittelstufe ist in der CVP unbestritten und zweckmässig. Jeder Standort hat auch über Anlagen für den Schulsport zu verfügen. Der Kindergarten soll auf Gufenhalde, Schulerrain und Wiesli nahe an den Wohnschwerpunkten verteilt sein. Die vor Jahren eingegangene Verbindung der Schulbibliotheken mit der Gemeindebibliothek hat sich bewährt, führte zu einem stetigen Anwachsen der Ausleihungen und Benützung im Leseraum.
Diese Elemente stehen nun unter Druck. Die CVP meint, dass die Schule keine Qualitätseinbussen erleiden darf.
Die aus finanzpolitischen Erwägungen Mal für Mal gestellten Fragen der RPK trugen dazu bei, nur immer das aller Notwendigste zu bewilligen. Die kleine Arrondierung am Mittelstufenzentrum wurde mit einer Landabtretung der Schule erreicht. Statt einer gewünschten Dreifachturnhalle, wurde zum gleichen Preis das Land entgegen der Auffassung der CVP mit einer Doppelturnhalle verstellt. Nun fehlt diese Halle und wir müssen auf Blatten, wo der Platz nicht ausreicht, die Turnhalle in den felsigen Untergrund hineinbauen, sprengen? Wir büssen nun für dieses „stets nur dem Notwendigen folgen“. Etwas Grosszügigkeit in früheren Jahren hätte uns manches erspart. |
Aus anderen Gründen ist die CVP mit der RPK einer Meinung: Die Tiefgarage für 35 Autos ist hier am falschen Ort. Damit würden die bisherigen Bemühungen und baulichen Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Schulwegsicherheit für hunderte kleiner Kinder rund um die Schule zunichte gemacht. Es macht keinen Sinn, Millionen dafür auszugeben und Schüler und die vielen Fussgänger auf dem Weg zu Bahn und Einkauf in der Blattengasse und der Hasenackerstrasse zusätzlichem Verkehr auszusetzen. Die Abstellplätze, so es welche braucht, müssen nicht auf dem Areal erstellt werden. Eine Zusammenlegung an der Mittelwiesstrasse drängt sich auf. Sie liesse eine Mehrfachnutzung der Plätze zu.
Die Bibliothek muss aufs Schulareal – wo denn sonst in der Nähe? Sie ist ja auch Schulbibliothek. Nutzt man die Gelegenheit, der Bibliothek endlich etwas grössere Räume zu geben nicht, so schaffen wir mit grösster Wahrscheinlichkeit wieder eine der neuen Notwendigkeiten, die uns bisher so teuer zu stehen kamen.
Die CVP beantragt, die Tiefgarage aus dem Projekt zu streichen. Um den Projektierenden den Weg für eine kostenoptimierte Lösung vorzugeben, soll der Erhöhung des Kredits nur in reduziertem Mass stattgegeben werden. Im übrigen äusserten sich Mitglieder verärgert darüber, dass nachdem die 1. Vorlage mit einem massiven Fehler startete, die neue Vorlage nicht überzeugender präsentiert wird. Das Vertrauen in die Verantwortlichen ist angeschlagen. (CR)
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